K - Von Kamelhaar bis Kurzarm

Kamelhaar
Das Kamelhaar wird aus dem Flaumhaar des arabischen einhöckrigen Kamels (“Dromedar”) und des ostasiatischen zweihöckrigen Kamels (“Trampeltier”) gewonnen. Es ist etwa 25 bis 130 mm lang, sehr fein, beige-bräunlich und leicht gekräuselt. Verwendung findet Kamelhaar besonders bei Schlafdecken, Mänteln und auch als Flocke für Steppdeckenfüllungen.

Kammgarn
“Kammgarn” ist ein glattes, hochwertiges und meistens wollehaltiges Garn aus langen, parallelen Einzelfasern, deren kurze Fasern durch Kämmen entfernt werden. Kammgarne werden meist bei hochwertiger Oberbekleidung (Strick- und Webware) verwendet.

Kapok
“Kapok” wird aus den bis zu 30 mm langen Hohl-Fasern der Früchte des in den Tropen wachsenden Kapokbaumes gewonnen. Kapok ist von sehr geringer Festigkeit, so dass es nicht versponnen werden kann. Durch den großen Luftgehalt im Inneren der Faser (80 %) bietet das Material hohe Füllkraft, Weichheit und Wärmeisolation. Verwendet wird Kapok in Polstermöbeln, als Füllmaterial und bei Isolierstoffen.

Karo
Die Bezeichnung “Karo” stammt von dem französischen Wort “carreau” und steht für ein Muster aus senkrechten und waagerechten Streifen, die durch Verkreuzung quadratische, aneinander gereihte Gebilde ergeben.

Kaschmir
Kaschmir (auch engl. Cashmere) ist wohl eine der meist begehrten und imitierten Fasern weltweit. Was macht das Haar dieser Ziege, die sich in bis zu 5.000 Metern Höhe und 35° C Minustemperatur wohlfühlt, so wertvoll? Weichheit und Geschmeidigkeit, Leichtigkeit und ein zurückhaltender Glanz sind die Attribute, die der Faser ihre Einmaligkeit und Exklusivität verleihen. Kleidungsstücke aus Kaschmir sind daher sehr empfindlich und müssen gut gepflegt werden. Es lassen sich daraus u. a. Anzüge, Saccos und Jacken herstellen.

Kellerfalte
Die Kellerfalte ist eine tiefe Springfalte, die als modischer Hingucker für Röcke oder Sacco-Rücken verwendet wird und aus zwei Falten mit aneinander stoßenden Brüchen entsteht.

Kent-Kragen
Der “Kent-Kragen”, benannt nach seinem prominenten Träger dem Herzog von Kent, ist der Klassiker unter den Krägen. Seine spezifische Form passt zu fast allen Gelegenheiten und kann mit allen Krawattenknoten kombiniert werden. Man erkennt ihn an seinen rechtwinklig bis spitzwinklig angeordneten Kragenenden. Idealerweise ist er mit Kragenstäbchen versehen, so sitzt er besonders korrekt.

Klappkragen
Der “Klappkragen” ist ein Stehkragen, der vorne geöffnet ist und dessen Spitzen umgeklappt werden. Man trägt ihn hauptsächlich zum Frack, dem “Großen Abendanzug”.

Kleiner Abendanzug
Mit der Bezeichnung “Kleiner Abendanzug” ist der Smoking gemeint.

Kleiner offizieller Abendanzug
Mit der Bezeichnung “Kleiner offizieller Anzug” ist der Stresemann gemeint.

Kniebundhose
Die Kniebundhose ist eine halblange, sportliche Hose. Typisch für die Kniebundhose ist der Bundabschluss unterhalb des Knies, welcher mit einem sichtbaren Schnallen- oder Kordelverschluss versehen ist. Die moderne Kniebundhose findet sich in der Bekleidung von Wanderern und Jägern, aber auch in der Trachtenmode wieder.

Knopf
Der Begriff “Knopf” stammt vermutlich aus dem altdeutschen und bezeichnet einen Kleidungsverschluss. Es gibt verschiedene Knopfarten wie beispielsweise Lederknöpfe, Büffelhornknöpfe und Metallknöpfe. Das passende Knopfmodell zu einem Kleidungsstück wertet es optisch auf, mit der Wahl eines modischen Schmuckknopfes verleiht man ihm zusätzlich eine besondere Note.

Kombination
Mit “Kombination” meint man ein kombiniertes Ensemble aus Sacco und Hose. Die Hose steht dabei in Farbe und Dessin im Kontrast zum Sacco. In der Damenbekleidung gibt es ebenfalls die Möglichkeit der Kombination. Hier ist das Oberteil Akzentgeber, Hose und Rock sollten farblich darauf abgestimmt werden.

Konfektion
Der Begriff “Konfektion” stammt aus dem Französischen (confection) und bezeichnet die industrielle Herstellung von Bekleidung. Im Gegensatz zur Maßkonfektion werden diese serienmäßig in größeren Auflagen hergestellt. Bei der Konfektion richtet sich der Schnitt der Kleidungsstücke nach offiziellen oder firmeninternen Größentabellen, während bei der Maßkonfektion individuelle Maße genommen werden.

Kostüm
Ein “Kostüm” ist ein Ensemble für Damen, bestehend aus Kostümjacke und Kostümrock, eventuell mit einer Weste ergänzt. Die Jacke des klassischen Kostüms ist antailliert, hat einen Reverskragen und ist ein- oder zweireihig geknöpft. Der dazu passende, schmal geschnittene Rock ist immer aus dem gleichen Stoff wie die Jacke. Modische Kostüme können in Schnitt und Materialkombination variieren.

Kragen
Unter “Kragen” versteht man ein an den Halsausschnitt angenähtes Stoffstück, welches seit dem 13. Jahrhundert als schmückendes Detail gilt. Angenähte Kragen können aus ein oder zwei Teilen (Steg und Kragen) bestehen. Im Bereich der Herrenbekleidung gibt es besonders bei den Hemden verschiedene Kragenformen, die je nach Anlass getragen werden. So unterscheidet man z. B. zwischen Button-down Kragen, Kent-Kragen oder Stehkragen.

Kragenstäbchen
“Kragenstäbchen” dienen zur Verstärkung des Kragens und können aus Kunststoff oder Metall gefertigt sein. Besonders hochwertige Herrenhemden haben Schlitze im Kragen, die es ermöglichen die Kragenstäbchen vor dem Waschen herauszunehmen.

Kragenweite
In der Konfektion stellt die Kragenweite des Hemdes häufig gleichzeitig die Konfektionsgröße dar. Man misst sie unterhalb des Kehlkopfes locker rund um den Hals.

Krawatte
Die Geschichte der Krawatte (franz. “á la Croate”) lässt sich lange zurückverfolgen, bereits im römischen Reich trugen Krieger ein geknotetes Tuch um den Hals. Die heutige Krawatte verdankt ihre Popularität einer Truppenparade im Jahr 1663 vor dem Schloss Versailles. Kroatische Reiter hatten am Kragen ein Stück Stoff in Form einer Schleife befestigt, welche die Aufmerksamkeit des Adels auf sich zog. Von diesem Zeitpunkt an begann ihr Siegeszug.

Heute versteht man unter der Krawatte, umgangssprachlich auch Schlips genannt, ein längliches Stück Stoff, dass mit einem speziellen Krawattenknoten zu einem Hemd getragen wird. Die Krawatte sollte so gebunden werden, dass ihr Ende locker auf dem Hosenbund aufliegt. Krawatten sind aus Seide, Schurwolle, Baumwolle oder Polyester gearbeitet und sollten farblich passend zu den restlichen Kleidungsstücken ausgewählt werden. Die jeweilige Breite hängt von der jeweiligen Mode ab, so gab es in den 1960er Jahren z. B. Krawatten, die nach unten hin immer breiter wurden, während in den 1970er Jahren die schmale Krawatte in Mode kam.

Krawattenknoten
Die Wahl des “Krawattenknotens” hängt von der Kragenform und von der Höhe und Breite des Kragens ab. Die Fülle und Geschmeidigkeit des Materials der Krawatte machen die Größe des Knotens fest, je fülliger das Material desto kleiner der Knoten. Die fünf wichtigsten Krawattenknoten sind grundsätzlich: der Four-in-Hand, Kentknoten, Doppelknoten, einfacher Windsor und doppelter Windsor.

Krawattennadel
Die “Krawattennadel” ist ein Herrenschmuck, welcher zum Zusammenhalten der Krawatte verwendet wird. Die Krawattennadel besteht aus einer Nadel und einem Zierkopf. Erstmals wurden sie im 19. Jahrhundert in der Biedermeierzeit getragen.

Krawattenschal
Eine sportlich-elegante Variante der Krawatte ist der breite “Krawattenschal”. Der Krawattenschal wird locker geknotet im offenen Hemdkragen getragen und besteht immer aus reiner Seide. Er wird vor allem im Freizeitbereich gerne getragen.

Kreidestreifen
Mit “Kreidestreifen” sind verschwommene helle Längsstreifen auf Flanell-Wollstoffen, vor allem bei Anzügen gemeint. Kreidestreifen sind nicht so fein wie Nadelstreifen und weisen eine verwischte Optik auf.

Kummerbund
Der “Kummerbund” ist Bestandteil des Smokings und wird anstelle einer Weste getragen. Meistens steht der gürtelartige Kummerbund im farblichen Kontrast zum Smoking. Der oft in mehreren Stufen geschnittene Kummerbund, ist vorne breit und wird zum Rücken hin, wo er auch geschlossen wird, schmaler. Das Wort sowie das Kleidungsstück selbst stammen übrigens aus Indien und haben folglich mit dem deutschen “Kummer” nichts zu tun.

Kurze Hose
Siehe auch Shorts

Kurzjacke
Unter “Kurzjacke” versteht man eine lose fallende, kurze, höchstens bis zur Hüfte reichende und gerade geschnittene Jacke. Sie hat eingesetzte Ärmel und eine kurze Armkugelhöhe. Die Kurzjacke ist auch unter der Bezeichnung “Topper” bekannt, abgeleitet von dem Englischen Wort “Top” (Oberteil).

Kurzmantel
Der Begriff “Kurzmantel” bezeichnet Damen- und Herrenmäntel in so genannter Kurzform. Die Länge des Kurzmantels endet, abhängig von der aktuellen Mode, über oder unter dem Knie.