H - Von Hahnentritt bis Hüfthose

Hahnentritt
Der “Hahnentritt” ist ein bildlicher Ausdruck und umschreibt ein zweifarbiges, kleinkariertes Muster, welches beispielsweise für Hosen, Jacken und Mäntel verwendet wird. Die Bezeichnung “Hahnentritt” erklärt sich durch das einem Hahnenfuß ähnelnde Muster, dessen geradlinige Verlängerungen an den Ecken der Karos typisch sind.

Haifischkragen
Die Bezeichnung “Haifischkragen” ist ein geläufiger Begriff in der Herrenmode, auch bekannt als Cutawaykragen. Er ist modisch breit gespreizt, sollte immer mit Krawatte getragen werden und eignet sich insbesondere für große Krawattenknoten. Hemden mit Haifischkragen sind auch für offiziellere Anlässe angebracht, sofern sie eine Umschlagmanschette haben.

HAKA
Der Begriff “HAKA” ist ursprünglich die Abkürzung für “Herren- und Knabenanzüge”. Heute ist HAKA der branchenübliche Oberbegriff für Herrenkonfektion.

Halbgefüttert
Halbgefüttert bedeutet, dass die Innenseite eines Kleidungsstücks nicht komplett, sondern nur teilweise gefüttert wird.

Halbzwirn
Bei einem “Halbzwirn” besteht der Kettfaden aus Vollzwirngarn und der Schussfaden aus einfach gesponnenem Garn. Gewebe aus Halbzwirn hat eine brillante Farbwiedergabe sowie eine hohe Haltbarkeit und wird unter anderem für Hemden verwendet

Handkante
Die sogenannte “Handkante” (auch “Schneiderkante” oder “AMF-Kante”) bezeichnet eine feine Naht an den Außenrändern des Saccorevers, die in der eleganten Herrenmode ein sicheres Zeichen für eine aufwendige Fertigung ist.

Handstich
Der so genannte “Handstich” ist eine Verarbeitungsart, bei der die Kanten an einem Kleidungsstück durchgenäht werden. Diese Technik bewirkt, dass nur punktförmige oder länger unterbrochene Stiche sichtbar sind. Die Naht wirkt dadurch sehr dekorativ und handgearbeitet, folglich wird sie als “Handstich” bezeichnet.

Harris Tweed
Seit 1909 ist “Harris Tweed” ein bekanntes Gütesiegel für einen hochwertigen, handgewebten Oberbekleidungsstoff. Tweed ist traditionell ein schottisches Produkt und wird manuell auf Handwebstühlen hergestellt. Der Stoff zeichnet sich durch seine raue Oberfläche und Strapazierfähigkeit aus. Harris Tweed gibt es in verschiedenen kräftigen Farben und eignet sich besonders für robuste Sportjacken.

Haute Couture
Die Bezeichnung “Haute Couture” stammt aus dem französischen und bedeutet wörtlich übersetzt “gehobene Schneiderei“. Heute versteht man unter dem Begriff, im Gegensatz zu Prèt-â-Porter, die exquisiten, maßgeschneiderten Kreationen großer internationaler Modehäuser. Die Haute Couture wurde von dem Engländer Charles Frederick Worth ins Leben gerufen. Dieser gründete im Jahre 1857/58 in Paris das erste Modehaus, wo er seine luxuriösen Modelle an wohlhabende Kundinnen verkaufte.

Hemdblusenkleid
Das Hemdblusenkleid, auch “Chemise-Kleid” genannt, ist ein Kleid aus leichter Baumwolle. Typisch für dieses Kleid sind das hemdblusenartige Oberteil und ein gerader oder schwingender Rockteil.

Hirschhornknopf
Der Hirschhornknopf ist ein hochwertiger Knopf aus Hirschgeweih, dessen strukturierte und braun gefärbte Außenseite am Rand erhalten bleibt.

H-Linie
Das Dolzer-Sacco basiert auf zwei verschiedenen Grundschnitten. Sie bilden die Basis für die Konstruktion des kundenindividuellen Schnittes, der sich aus dem Modell (z. B. Ein- oder Zweireiher), den Details wie Taschen und Schlitze und den persönlichen Maßen ergibt. Einer dieser Grundschnitte ist die H-Linie, eine klassisch gerade geschnittene Form, hochwertig gearbeitet mit einer Vielzahl an Variationsmöglichkeiten und einer aufwendig gestalteten Innenausstattung.

Hose
Unter dem Begriff Hose fasst man allgemein die Beinbekleidung von Männern, Frauen und Kindern zusammen. Die unzähligen Hosentypen unterscheiden sich in Material, Länge, Weite, Schnitt, Detail und Trageanlass. Verschiedene Hosen-Modelle sind beispielsweise Bundfaltenhose, Marlene-Hosen, Jeans, oder Shorts.

Hosenanzug
Der Hosenanzug gehört zur Damenoberbekleidung und umschreibt ein Ensemble aus Jacke und Hose. Beide Teile des Hosenanzugs bestehen aus dem gleichen Material und bilden eine Einheit. In den Dreißigern war Marlene Dietrich die erste Frau die den androgynen Look pflegte und für ihren emanzipierten Kleidungsstil bewundert wurde. Seinen endgültigen Durchbruch schaffte er mit den eleganten Modellen von Yves Saint Laurent.

Hosenrock
Ein “Hosenrock” ist eine knie- oder wadenlange Damenhose, deren Beine sehr weit geschnitten sind. Dies lässt den Eindruck eines Rockes entstehen, im französischen auch “jupe culotte” (geteilter Rock) genannt.

Hosenträger
Hosenträger, früher auch “Hosenhebe” genannt, sind Schulterriemen, die das Herunterrutschen der Hose verhindern und sie stattdessen stets in der richtigen Position halten. Sie sind verstellbar und am hinteren Ende meist einteilig. “Box-Cloth” ist das klassische Material für Hosenträger, welches dick, fast filzartig und nicht dehnbar ist. Farbe und Musterung der Hosenträger ist sehr vielfältig und reicht von dezent bis auffällig.

Hüfthose
Eine Hüftfthose, auch engl. “Hipster” genannt, ist eine tief sitzende Damenhose. Da eine Hüfthose im Bund tiefer geschnitten ist als die klassische Hosenform, sitzt sie direkt auf der Hüfte. Es gibt sie in den Modellen klassisch und gerade, modisch und eng anliegend oder elegant und weit geschnitten.